Zooloretto
1.Mai 2010
Gesellschaftsspiel
Löwen, Tiger, Giraffen, Zebras oder Elefanten: alle diese Tiere und noch viele mehr gibt es im Zoo zu sehen. Doch jeder Zoo ist anders und hat unterschiedliche Attraktionen. Wer sich daran machen will seinen eigenen Zoo zu erschaffen, bekommt in „Zooloretto“ die Chance dazu.
Bei „Zooloretto“ schlüpfen die Spieler in die Rolle von Zoodirektoren. Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Tiergehege im eigenen Zoo mit Tieren zu füllen. Denn erst eine große Anzahl und Auswahl an verschiedenen Tieren lockt viele Besucher in den Zoo und bringt dem Zoodirektor die entscheidenden Punkte, die am Ende zum Sieg führen. „Zooloretto“ ist ein Strategiespiel, aber es gibt auch einen gewissen Glücksfaktor.
Zunächst bekommt jeder Spieler eine Zootafel. Auf dieser befinden sich drei große Gehege, ein Stall und Platz für vier Verkaufsstände. Was noch fehlt sind die Tiere. Bei „Zooloretto“ gibt es acht verschiedene Tierarten, darunter unter anderem beliebte Zootiere wie Elefanten und Affen, aber auch seltenere, wie zum Beispiel Pandas. Insgesamt gibt es 88 Tierplättchen. Die werden zu Beginn des Spiels verdeckt in einigen Stapeln aufgebaut.
Außerdem gibt es Transportwagen, die in der Mitte aufgestellt werden. Jeder Spieler bekommt zwei Münzplättchen, der Rest kommt in die Bank. Dann kann’s losgehen.
Die Spieler haben verschiedene Optionen. Entweder zieht man ein Tierplättchen und legt das Tier auf einen Transportwagen oder man nimmt sich direkt einen Transportwagen und bringt die Tiere darauf in den eigenen Gehegen unter. Wer einen Transportwagen nimmt, scheidet allerdings aus der laufenden Runde aus und darf erst wieder eine neue Aktion durchführen, wenn alle anderen Spieler auch einen Wagen genommen haben. Ein Transportwagen darf nie mehr als drei Tiere tragen.
Für die Unterbringung der Tiere in den Gehegen gibt es natürlich auch Regeln. Erstens darf man nur Tiere ein- und derselben Art in einem Gehege unterbringen. Zweitens verfügt jedes Gehege über eine bestimmte Anzahl an Plätzen für Tiere, weil die sich nicht drängen sollen. Alle Tiere, die keinen Platz im Gehege finden, landen im Stall und Tiere im Stall geben Minuspunkte, denn dort ist es nicht so schön und die Tiere im Stall locken auch keine Besucher in den Zoo. So muss ein Zoodirektor schließlich auch denken.
Zoobesucher wollen oft Eis und andere Leckereien im Zoo kaufen. Dafür gibt es die Verkaufsstände im Spiel. Die Verkaufsstände werden als Sonderkarten unter die Tierplättchen gemischt. Mit ein bisschen Glück kann man sie ziehen und dann aufbauen. Verkaufsstände geben am Ende Pluspunkte.
Außerdem können die Spieler bei Zooloretto Geldaktionen durchführen. Sie können zum Beispiel Tiere kaufen, Tiere in ein anderes Gehege verlegen, wenn der Platz im alten eng wird, oder auch den Zoo ausbauen. Im letzteren Fall bekommt man eine Erweiterungstafel.
Die Erweiterung des Geheges wird oft durch ein ganz natürliches Phänomen notwendig – wenn Nachwuchs ansteht. Sobald ein männliches und ein weibliches Tier im selben Gehege zusammenkommen, gibt es Nachwuchs. Dann bekommt der Spieler ein Nachwuchsplättchen. Falls im Gehege kein Platz mehr ist, muss der Nachwuchs leider zuerst mal in den Stall. Aber durch Umlegeaktionen und Vergrößerungen kann man das ja schnell wieder ändern.
Das Spiel ist vorbei, wenn keine Tierplättchen mehr in der Mitte und auf den Transportwagen liegen. Dann werden alle Plus- und Minuspunkte verrechnet und der Sieger ermittelt.
Auf dem Weg zum perfekten Zoo gibt es bei Zooloretto noch viele lustige und spannende Möglichkeiten.
Vor allem gibt es noch jede Menge Spielerweiterungen für „Zooloretto“, die den Spaß noch vergrößern: andere Tiere, andere Spieltafeln und so weiter. Einfach selber Ausprobieren!
Obwohl abwechslungsreich, ist das Spiel leicht zu verstehen. Kinder ab etwa acht Jahren können mitspielen und auch Erwachsene sollten sich den Spaß gönnen. Bis zu fünf Spieler können an einer Runde teilnehmen und dauert etwa 45 Minuten.
„Zooloretto“ ist schnell zum Kultspiel geworden und trägt nicht ohne Grund den Titel „Spiel des Jahres 2007“.
Autor: Lena Retterath






