bonncampus 96,8 gewinnt W(ahl)-Award 09 der Bundeszentrale für politische Bildung

Mit einem außergewöhnlichen Programm zum Thema Bundestagswahl 2009 konnte bonncampus 96,8 die Jury überzeugen.

Der W(ahl)-Award wird von der Bundeszentrale für politische Bildung für die Berichterstattung vor der Wahl verliehen. Politisch engagierte Journalistinnen und Journalisten seien Wahlkämpfer mit besonderem Anspruch, so bpb-Präsident Thomas Krüger. Jede originelle Wahlberichterstattung vor der ersten Hochrechnung sei eineChance, Wahllust zu wecken - und damit ein Quotenbringer für die Demokratie.

Der Preis ist mit insgesamt 11.500 Euro dotiert. Insgesamt 186 Einsendungen, 83 davon im Bereich Hörfunk, wurden von einer aus Print- und Hörfunk-Journalisten bestehenden Jury bewertet. Die Einsendungen reichten von Interviews und Reportagen über cross-mediale Projekte bis hin zu Artikelserien und Sendereihen.

bonncampus 96,8 im Wahlfieber

Unter der Leitung von Tanja Schmidt fand sich vor der Wahl schnell ein motiviertes Team zusammen. Man wollte nicht nur am Tag der Wahl selbst, sondern bereits in den Wochen vorher immer wieder über die Wahl informieren und Wahlaufrufe senden.
So wurden fleißig Texte geschrieben und eingesprochen, es wurden diverse Interviews, beispielsweise zu Wahlen in anderen Ländern, sowie Umfragen durchgeführt.

Das Ergebnis: Am Wahlsonntag selbst konnten gleich mehrere Sondersendungen über die Antenne gehen. Und die konnten auch die Jury der bpb überzeugen. Diese gab in einer Pressemitteilung bekannt:

Mit ihrem „Wahlzeit-Spezial“ haben die Bonner Uni-Radiomacher zwei Sendeblöcke voll mit Lockrufen in die Wahlkabine gesendet. Quasi als „Last-Minute-Wahlaktion“ gingen sie am Morgen und am Nachmittag des 27. September 2009 auf Sendung. Die Uni-Wahl-Werber präsentierten dabei einen Mix aus Wahl-News und Comedy mit einer beeindruckenden Bandbreite. Sie berichten vom jungen Abdul, der per Fingerabdruck seine Stimme in Afghanistan abgibt – obwohl Anschläge drohen. Und sie interviewten eine chinesische Doktorandin an der Uni Bonn zur Wahl in China. bonncampus blickte technisch nach vorn und präsentierte den Wahlstift. Das Uni-Radio startete eine Umfrage zu „uneinlösbaren Wahlversprechen“, rückte den Online-Wahlkampf in den Fokus, ließ Zeitzeugen über die erste Bundestagswahl 1949 sprechen und sah sich auch hinter den Wahlkulissen um: In 3.03 Minuten erklärte eine Briefwahlhelferin ihren Job.

Die Jury meint: „Wahlmotivation pur. Ein prima Themen-Mix. Informativ, pfiffig, originell. – Nachahmenswert!“


Der Award wird in diesem Jahr bereits zum dritten Mal verliehen. Die Preisverleihung findet am 28. Januar um 19 Uhr im Rahmen des Forums Lokaljournalismus in Dortmund statt. Als Festredner wird Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg anwesend sein.


Die Highlights der Sendung

Moderatorin Tanja Schmidt im Interview mit einem Zeitzeugen der ersten Bundestagswahl 1949:

Das Wahlzeit-Spezial beschäftigt sich auch mit den Wahlen in China:

Comedy-Elemente lockern die Sendung auf. Was passiert zum Beispiel, wenn Gerhard Schröder den Wahl-O-Mat testet?


Weitere Informationen zum Thema "Wahlzeit Spezial" gibt es hier. Teamleiterin Tanja Schmidt berichtet ausführlich über das Projekt.


Autor: Lisa Mattil


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