BIMUN 2011 war ein voller Erfolg
11.Dezember 2011

(Foto: Arne Fleckenstein)
BIMUN steht für Bonn International Model United Nations und lockt jedes Jahr hunderte Studenten nach Bonn. Letzte Woche Freitag ist die diesjährige Konferenz zum Thema „Diversität im 21. Jahrhundert“ zu Ende gegangen. Bei der Abschlusskonferenz verriet Rektor Fohrmann interessante Neuigkeiten.
Ein Beitrag von Gero Simone
Über 170 Delegierte aus knapp 50 Ländern debattierten eine Woche lang auf Englisch oder Französisch in sieben verschiedenen Gremien zu Themen wie Nahrungssicherheit, Nachhaltigkeit oder Gleichstellung von Mann und Frau. Die Teilnehmer bekamen jeweils ein Land zugeteilt, das sie während der gesamten Zeit vertreten mussten. Dabei ging es darum, einen fremden Standpunkt kennen zu lernen und den eigenen Blickwinkel zu erweitern.
Das besondere an einer solchen MUN (Model United Nations) ist, dass sie komplett an den Richtlinien der Vereinten Nationen orientiert ist. Daher ist viel diplomatisches Geschick nötig, um die eigenen Interessen am Verhandlungstisch erfolgreich zu vertreten.
Dass die diesjährige Konferenz reibungslos verlief, war vor allem dem BIMUN Vorstand zu verdanken, der sich schon seit dem Ende der letzten Konferenz in die Vorbereitungen gestürzt hatte. Vorstandsmitglied Falk Laser war mit der Organisation insgesamt sehr zufrieden und freute sich auch in diesem Jahr über die einmalige internationale Atmosphäre.
(Reporter Gero Simone und BIMUN Vorstandsmitglied Falk Laser Foto: Tjalke Weber)
Stärkere Rolle der Medien
Neu war in diesem Jahr die verstärkte Rolle des BIMUN Mediateams. Eine eigene Zeitung, Radio und Fernsehen sollten die Konferenz noch realistischer machen. Zudem konnten die Delegierten erstmalig auch bei Pressekonferenzen versuchen, die Medien für ihre Interessen und Strategien zu nutzen.
Amanda aus Kalifornien war Teil des Zeitungsteams, das teilweise bis in die Morgenstunden an der nächsten Ausgabe feilte. Trotz des enormen Arbeitsaufwandes mache es ihr eine Menge Spaß. Zudem kann sie auf diese Weise erste journalistische Erfahrungen sammeln und die Konferenz auf diese Weise mit beeinflussen.
Vor allem die vielen weltweiten Freundschaften nach einer solchen Konferenz motivierten auch die 16-jährige Jana aus den Niederlanden erneut an einer BIMUN teilzunehmen. Sie war in diesem Jahr Delegierte von Russland und konnte sich neben den Debatten auch für das kulturelle Rahmenprogramm begeistern.

(Jana als Delegierte von Russland auf der ersten Pressekonferenz Foto: Gero Simone)
Neue Schule für Development Studies
Bei der Abschlusskonferenz stellten alle Gremien vom Sicherheitsrat bis hin zur Weltgesundheitsorganisation ihre Resolutionen vor. Uni Bonn Rektor Jürgen Fohrmann verriet im bonncampus 96,8 Interview, dass die Ergebnisse der diesjährigen Konferenz weitere Verwendung finden werden: „Wir wollen versuchen, eine große Schule für Development Studies zu gründen, wo es um Ressourcen, Nachhaltigkeit, Risiko und weitere Themen in der internationalen Entwicklung gehen wird.“
Die geplante Schule solle an der Universität Bonn über alle Fächer hinweg sein und auch mit anderen Organisationen kooperieren. Auf die BIMUN Ergebnisse könnte dann in diesem Rahmen zurückgegriffen werden. Weitere Schritte zum Aufbau der Schule für Development Studies seien im nächsten Jahr geplant, so Fohrmann.
Zum Nachhören:
Bericht über die diesjährige BIMUN-Konferenz (Gero Simone)
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Feature über Amanda aus dem BIMUN-Mediateam (Gero Simone)
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Link www.bimun.org






